Atlantis wieder hervorgekramt

Ja ja, ich weiß, eigentlich wollte ich mich ja nur noch auf Heilung und Spiritualität konzentrieren. Und dieser Artikel, den ich im August 2012 geschrieben habe (unglaublich, 7 Jahre ist das inzwischen her!), hat damit nur am Rande zu tun. Oder vielleicht doch nicht? Geht es möglicherweise um eine praktische, gelebte Spiritualität, die alltagstauglich ist? Die Botschaften lassen darauf schließen, denn wie alle Lebensreadings war der Zweck der Readings über Atlantis, einzelnen Menschen dabei zu helfen, die Fragen und Probleme zu verstehen, die sie in ihrem gegenwärtigen Leben hatten.

Laut Edgar war die Gesellschaft von Atlantis in den letzten Jahrhunderten vor ihrer Zerstörung von ideologischen Kämpfen zerfressen, aus dem Inneren heraus korrumpiert und hatte ihre göttliche Herkunft (wir alle sind ja Teil Gottes) immer mehr zu eigennützigen Zwecken missbraucht. Die Folgen blieben nicht aus; Atlantis versank. Können wir etwas aus seiner Geschichte lernen?

Dies ist nur ein kleiner Überblick, aber schon sehr aufschlussreich.

Atlantis

Vielbeschrieben, vielbesungen, vielbedichtet – eine Hochkultur, tragischerweise untergegangen in den Tiefen des Meeres. Das sagenumwobene Atlantis hat die Phantasie zahlloser Generationen angeregt.

Edgar Cayce erwähnte Atlantis als selbstverständliche Tatsache in fast 700 Sitzungen (meist in so genannten Lebens-Readings), in denen die Inkarnationen der Fragenden aufgezählt wurden.

In Reading 364-3 gab Edgar auch den genauen Standort an: „zwischen dem Golf von Mexiko einerseits und dem Mittelmeer andererseits.“ Im gleichen Reading heißt es:

„Nachweise für diese verlorene Zivilisation sind zu finden in den Pyrenäen und in Marokko einerseits, in Britisch-Honduras, Yucatan und Amerika andererseits. Es gibt einige herausragende Teile hierin, die irgendwann einmal ein Teil dieses großen Kontinents gewesen sein müssen. Die Britisch-Westindischen Inseln oder die Bahamas, und ein Teil derselben können in der Gegenwart gesehen werden – wenn geologische Untersuchungen in einigen von diesen vorgenommen würden – insbesondere oder besonders in Bimini und im durch diese nähere Umgebung fließenden Golfstrom; diese werden möglicherweise noch ermittelt.“

In den Readings heißt es auch, Atlantis sei eine technisch hochstehende Kultur gewesen, mit allem, was sich eine moderne Zivilisation wünschen könnte, und noch vielen Dingen mehr, die wir uns heute gar nicht träumen lassen. Durch Missbrauch der technischen Möglichkeiten hätten die Atlanter ihren endgültigen Untergang selbst herbeigeführt. Edgar spricht von Kämpfen zwischen den Kindern vom Gesetz des Einen und den Söhnen des Belial (in den Readings drückte er sich immer sehr poetisch aus 😉 ). Der Untergang habe in drei Schüben stattgefunden; der letzte Teil von Atlantis sei zwischen 10.700 und 10.000 vor Christus gesunken. Überlebende Atlanter seien in andere Teile der Welt geflohen und hätten den dort lebenden Völkern mit ihrem Wissen geholfen.

Ich persönlich kann mir sehr gut vorstellen, dass es Atlantis gegeben hat und dass es eine Hochkultur mit nahezu unglaublichen technischen Möglichkeiten war. Keiner zwingt mich, die Theorie der Evolution so anzunehmen, wie es die traditionelle Wissenschaft gerne hätte. Ich finde es auch nicht erstaunlich, dass es Generationen von Forschern und Abenteurern nicht gelungen ist, „stichhaltige“ Beweise für die Existenz von Atlantis zu finden. Denn je technisch fortgeschrittener eine Zivilisation ist, umso leichter ist es, sie zu zerstören. Wenn der letzte Teil von Atlantis wirklich, wie wir in den Readings lesen, ca. 10.000 Jahre vor Christus versunken ist, wäre es angesichts der ständigen Bewegung der Erdoberfläche (auch und gerade auf dem Meeresboden) erstaunlich, wenn man unanfechtbare Beweise finden würde. Die Erde ist ständig in Bewegung, in 12.000 Jahren kann sich so unendlich viel tun, und was wissen wir schon Genaues von den Vorgängen am Meeresboden? Wieviele Leute wissen z. B., dass das längste Hochgebirge der Welt heute mitten im Atlantik liegt?

Laut Edgar Cayce sollten sich frühere Atlanter in unserer heutigen Zeit – gerechnet ab seiner Lebenszeit – wieder inkarnieren. Auch wurde erklärt, dass man erwarten könnte, Teile des versunkenen Kontinents in den späten sechziger Jahren wieder aufsteigen zu sehen (Reading 958-3). Das mit den früheren Atlantern können wir nicht wirklich überprüfen. Und ob das „Aufsteigen“ wörtlich zu nehmen ist, weiß man auch nicht. Aufgrund der Erdbewegungen wäre das nicht auszuschließen. Aber vor Bimini wurden in den sechziger Jahren seltsame Steinformationen entdeckt, von denen die einen sagen, sie seien von Menschenhand, die anderen erklären, sie seien natürlichen Ursprungs. Hmmm …

Ich muss gestehen, dass ich mich selber bisher nicht intensiv mit der Atlantisforschung beschäftigt habe. Denn um ganz ehrlich zu sein: Mir persönlich ist es egal, ob man jemals Beweise für die Existenz von Atlantis finden wird oder nicht. Für mich ist von Belang, was Edgar in Atlantis-Reading 364-1, Absatz 6 gesagt hat:

„Ob wir dies also als Fakt oder Fiktion annehmen sollen, mag wahrhaft davon abhängen, welchen Wert für die Menschenfamilie das Wissen über solche Völker in den Angelegenheiten von Einzelnen heute hätte. Welche Hilfestellung würden Informationen dem Verstand Einzelner bezüglich des besseren oder näheren Wissens um die oder Verstehens der Beziehungen zu den Schöpferischen Kräften geben? Oder, um es anders zu sagen, was würden Informationen dieser Art für meine SEELE heute bedeuten?”

In den Beschreibungen der Readings sehe ich jedoch durchaus Parallelen zu unserer Zeit. Laut Cayce hatten die „Söhne des Belial“ spirituelle Dinge zur materiellen Befriedigung ausgenutzt und das „Gesetz des Einen“ missachtet. Die „Kinder des Gesetzes des Einen“ hatten versucht, dies zu unterbinden. In den dadurch entstandenen Spannungen kam es zu Krisen und schließlich zum Untergang.

Auch bei uns wird immer mehr polarisiert. Da gibt es die einen, die nur nach materieller Befriedigung streben oder aus Angst handeln, und dann die anderen, die sich aus Idealismus bemühen, der Welt etwas Besonderes zu geben. Und dann gibt es die, die sich selbst als Spielball zwischen den Mächten sehen.

Wir haben heute alle Möglichkeiten, die Welt zu einem sauberen, friedlichen Ort zu machen. Aber wir haben auch, wie die Atlanter, die Macht, uns selbst zu zerstören. Wenn dies geschieht, was wird man dann nach 12.000 Jahren von uns finden? Wird sich die Geschichte wiederholen?

Es grüßt Dich herzlich
Stefanie

2 Kommentare zu „Atlantis wieder hervorgekramt“

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