Damit wir Sklaven werden

Merkst Du was? Wir werden immer mehr in Abhängigkeiten gezogen. Massenmedien, Smartphones, soziale Medien, usw.: Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sind fleißig dabei, uns bloß nicht zum Nachdenken kommen zu lassen. Am 10. März sprach ich mit einer lieben Freundin, Doktor der Theologie und Lehrerin, darüber. Sie erzählte mir etwas Unglaubliches.

Aufmerksamkeitsspanne: Ein paar Sekunden

Unsere Aufmerksamkeitsspanne ist gesunken. Je nach Medium konzentrieren wir uns immer kürzer auf etwas. Viele Studenten (nein, ich sage nicht „Studierende“, denn ich lege keinen Wert auf politische Korrektheit) lernen und haben dabei ihr Smartphone griffbereit liegen. Das geht dann ungefähr so: Lernen – oh, Nachricht, schnell gucken – lernen – bimmelimm, wieder eine Nachricht, schnell antworten – lernen … usw.

Ich kenne Menschen, die halten Stille nicht aus. Sie müssen sich immer berieseln lassen. Eine Sportveranstaltung jagt die nächste, Musik dudelt allüberall, Fernseher oder Computer sind ständig eingeschaltet, das Smartphone ist nicht mehr wegzudenken. Abgesehen vom Elektrosmog: Wusstest Du, dass nur wenige Minuten Fernsehen reichen, um Dich in einen Zustand zu bringen, der einer Hypnose sehr ähnelt? In diesem Zustand sind wir empfänglich für alles, was uns suggeriert wird. Horrornachrichten, Tatsachenverdrehungen, die neueste Werbung, Gewalt verherrlichende Filme – unser Gehirn saugt es auf. Als visuelle Menschen reagieren wir besonders stark auf Bilder. Also wird alles getan, um uns immer buntere Muster zu bieten.

Dekadenz

Vordergründig wird uns das alles als „Fortschritt“ verkauft, für ein besseres, einfacheres, schöneres Leben. Aber haben wir überhaupt die nötige Reife für diesen „Fortschritt“? Auf wessen Kosten geht so ein Fortschritt? Und je einfacher das Leben für uns wird, desto dekadenter werden wir. Warum ist das Römische Reich untergegangen? Dekadenz und innere Reibereien. Es gab keine echten Aufgaben mehr. Und als die „Barbaren“ der Völkerwanderung das einst überall siegreiche Rom überrannten, hatte  es nichts mehr entgegenzusetzen.

Schneller, höher, weiter, besser – was haben jene davon, die Massenmenschen aus uns machen wollen? Ein Mensch, der nicht viel nachdenkt, dem verkauft wird, dass die Wahrheit etwas ist, das die Mehrheit für richtig befindet, dem weisgemacht wird, elektronische Geräte könnten das Denken übernehmen, ist leicht zu lenken. Nichts ist gefährlicher für Machtmenschen als eine Bevölkerung, die mitdenkt. So setzen sie Massensuggestionen ein – und haben Erfolg.

Der Persönlichkeitskern

Josef Kentenich (1885-1968), der Gründer der internationalen Erneuerungsbewegung Schönstatt, war ein Zeitgenosse von Edgar Cayce und in meinen Augen ein echter Prophet. Er hatte, ähnlich wie Edgar, früh erkannt, was läuft. Schon 1954 sagte er auf einer Tagung für Mütter:

„Wir spüren allgemein, von welch großer Bedeutung es ist, dass wir heute alle unsere Anvertrauten innerlich widerstandsfähig machen.

Von allen Seiten sucht man uns den Persönlichkeitskern zu nehmen. Wenn die modernen Strömungen uns überfluten, wird alles getan werden, um uns das Rückgrat zu brechen, damit wir ‚Sklaven‘ werden. Darum müssen wir jetzt schon versuchen, Gegendampf zu geben.

Es mag sein, dass es zu allen Zeiten schwer ist, kraftvolle Persönlichkeiten großzuziehen. Heute ist es wohl das Wesentlichste von allem.“

Was meint er mit dem „Persönlichkeitskern“? Er ist das, was Edgar Cayce in Reading 3590-2 „Individualität“ nennt, unser wahres Wesen, das „höhere Selbst“. Ihm kommen wir in Meditation und Gebet nahe, in der stillen Betrachtung, in der körperlichen und geistig-seelischen Ruhe. Und je mehr wir der Masse folgen, desto größer ist die Gefahr, diesen Kern zu verlieren.

Mal ganz ehrlich: Wie selbstbestimmt bist Du in dieser Zeit der wachsenden Außensteuerung?

Frei werden von innen her!

Auf einem Impulskärtchen zum obigen Zitat las ich folgendes:

„Sklavische Abhängigkeit ist menschenunwürdig. Wir Menschen sind zur Freiheit geboren. Und doch: die Schokolade im Schrank, das Smartphone in der Tasche, diese Serie im Fernsehen – bin ich wirklich frei, es auch lassen zu können? Alle sagen so, und ich denke anders – bin ich wirklich frei, meine Meinung zu sagen?

Für Pater Kentenich war die freie Persönlichkeit das Kernstück seiner Pädagogik. Frei sein und frei werden von innen her!“

Vielleicht möchtest Du, so wie ich, in diesen Wochen vor Ostern einfach mal den unten stehenden Fragen nachgehen:

  • Wo spüre ich in mir Abhängigkeiten?
  • Wo gebe ich mir selbst immer wieder nach?
  • In welchen Bereichen kann und möchte ich weiter wachsen?

Wenn wir diese Fragen erst einmal für uns beantwortet haben, dann finden wir auch Möglichkeiten und vor allem die Disziplin, uns die innere Freiheit (wieder) zu erobern.

In 14 Tagen melde ich mich wieder. Mit welchem Thema? Zwei fallen mir spontan ein: Der Gender-Wahnsinn (auch so eine Massenbewegung) und die Fremdbestimmung durch künstliche Intelligenz. Mal schauen, welchen Impuls ich dann bekomme …

Bis dahin wünsche ich Dir von Herzen alles Gute!
Deine Stefanie

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