Pfähle im Meer bei Sonnenuntergang

Das Coronavirus und die Angst

29. Februar 2020 – Weißt du was? Ich bin sauer. Sauer auf dieses Virus, das sich der Menschen bedient, um sich überall auf der Welt zu verbreiten. Schlimmer als das Coronavirus aber sind die Mainstream-Medien. Kein Tag vergeht, an dem sie nicht irgendeine Meldung darüber bringen. Sie schüren Ängste, berichten von Neuerkrankungen, Verbreitungen, geben Infos „über alles, was man wissen muss“ (angeblich). Dann sind da noch die Verschwörungstheoretiker, die mit immer neuen haarsträubenden Theorien über den Eindringling daherkommen und dafür sorgen, dass auch bloß der Gesprächsstoff darüber nicht ausgeht. Und im Hintergrund lacht sich der Teufel ins Fäustchen und bläst noch kräftig ins Feuer. Nichts bereitet dem Bösen so viel Vergnügen, wie uns Menschen Angst zu machen. Denn die macht uns mürbe. Durch sie geraten wir in eine Opferhaltung. Wir werden empfänglicher für negative Einflüsterungen. Sie sorgt für Aus- und Abgrenzung. Und gerade in Krisenzeiten ist das Gift für unsere Seele. Wir haben das Gefühl, als sei Gott unendlich fern von uns.

Wo ist Gott?

Wo ist Gott, wenn etwas Schlimmes geschieht? Ganz einfach: Genau dort, wo er auch ist, wenn etwas Schönes geschieht. Nämlich ganz nahe bei dir. Er ist immer nahe bei uns, doch in guten Zeiten sehen viele Menschen das nicht. Und wenn dann Probleme kommen, wird Gott dafür verantwortlich gemacht. Das gefällt dem Widersacher natürlich, denn je weiter wir uns von Gott entfernen, desto leichter kann er die Herrschaft auf dieser Welt ausüben.

Angstvolle Menschen sind leicht zu lenken und leicht zu beeinflussen. Alles, was Erleichterung ihrer Angst verspricht, ist hochwillkommen. Doch das ist eine schlechte und zudem sehr egoistische Motivation. Denn sie leitet den Blick nur auf uns. Und verstellt uns den Blick auf das Wesentliche.

Das ist mir wieder einmal ganz bewusst geworden, als ich letzte Woche in der Online-Zeitung „Israel Heute“ las. Darin wurde gemeldet, dass das Virus zweifellos auch Israel erreichen würde (mittlerweile ist das geschehen). Und es wurden viele Maßnahmen getroffen, um der Bedrohung zu begegnen. Nur eines wurde von offizieller Seite vergessen. Und das, obwohl der Gesundheitsminister ein Rabbiner ist.

Als ich zum Artikel auf Facebook vorschlug, Psalm 91 auswendig zu lernen und regelmäßig zu beten, erntete ich von vielen Israelfans Hohn und Spott. Einer meinte, da wären doch Händewaschen und Hygiene sinnvoller. Nun sind das natürlich grundsätzlich sehr wichtige Dinge! Aber so wirksam wie ein vertrauensvolles Gebet zum allmächtigen Gott sind sie nicht. Die Reaktionen stimmten mich nachdenklich. Glauben solche Menschen nicht an Gott oder glauben sie nicht an die Macht des Gebets? Aber wie hätte sich dann dieses kleine Land, das flächenmäßig nicht größer als Hessen ist, mehr als 80 Jahre gegen eine vielfache Übermacht und kübelweise ausgeschütteten Hass behaupten können, wenn Gott nicht mit ihm wäre?

Warum sorgen?

Edgar Cayce wurde oft gefragt, was man gegen Sorgen tun könne. Hier offenbart sich sein trockener Humor, der sich auch Trance zeigte:

Frage: „Was kann getan werden, um die Sorgen zu überwinden?“
Antwort: „Hör auf, dich zu sorgen!“ (Reading 294-134)

Und eine seiner bekanntesten Aussagen war:

„Warum sorgen, wenn du beten kannst?“ (2528-2)

Auch im Wachzustand war Edgar fest überzeugt von der Macht des Gebets. Als fleißiger Bibelleser konnte er Hunderte Beispiele von Menschen anbringen, die durch Gebet und festen Glauben Wunder erlebt hatten. Auch die Familie Cayce konnte von Wundern im eigenen Haushalt berichten. Aber mir geht es nicht um Wunder. Mir geht es um Vertrauen, um Gewissheit. Denn ich selbst kenne das Sich-Sorgen-Machen nur allzu gut. Zwar nicht im Hinblick auf gefährliche Krankheiten. Auch nicht, was meine Reisen, speziell die nach Israel, angeht. Lies Psalm 91, dann weißt du, warum ich mir in dem Bereich wirklich keine Sorgen mache.

Aber ich bin seit bald 19 Jahren Freiberuflerin. Und wer wie ich selbständig ist, weiß, was das bedeutet. Es ist oft schwer, sich keine Sorgen zu machen. Und wenn Krisen kommen, noch viel schwerer. Ich habe im letzten Jahr unendlich viele Erkenntnisse darüber gewonnen. Und eine der Erkenntnisse ist, dass Gebet noch viel machtvoller, wirksamer und wichtiger ist, als ich dachte. Kein angstvolles Gebet! Nein, Beten im Vertrauen, im Vertrauen! In jede Situation Gott mit hineinnehmen! Auch wenn es noch so düster aussieht. Gott hat auch dort noch Möglichkeiten, wo wir schon längst keine mehr sehen.

Zeiten des Rückzugs

Darf ich dir aus meinen Erfahrungen des letzten Jahres berichten? Zuerst einmal ist mir klar geworden, dass ich wirklich loslassen kann. Nicht in dem Sinne, wie es immer in New-Age-Kreisen und in der Esoterik propagiert wird. Nein, ich meine, Ängste, Sorgen, Probleme einem anderen zu übergeben, der damit viel besser umgehen kann als ich: nämlich Gott beziehungsweise seinem Sohn, Jeshua HaMaschiach. Wann immer ich mich daran erinnere und es tue, spüre ich eine unvergleichliche Leichtigkeit. Und ich erlebe, wie sich scheinbar unüberwindbare Probleme ohne mein Zutun lösen. Oder es ergibt sich eine Lösung, auf die ich selbst im Leben nicht gekommen wäre. Warum? Ich habe gebetet, meditiert und dann losgelassen. Immer wieder.

Diese Erfahrung hat mir klargemacht, dass ich mehr und längere Zeiten des Rückzugs brauche, in denen ich mit Gott und Jeshua ganz alleine bin. Diese Zeiten (nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen, sonntags meist mehrere Stunden) sind für mich unendlich kostbar geworden. Vieles geht mir leichter von der Hand. Natürlich sind da oft noch Ängste und Sorgen. Das Ego mag es überhaupt nicht, Dinge loszulassen. Es will mich schützen. Es flüstert mir zu: „Aber du musst dich doch kümmern, du musst doch hierauf achten und darauf achten, du kannst doch nicht so einfach loslassen, du hast doch so viel Verantwortung, wo soll denn der nächste Auftrag herkommen …“. Und so weiter, und so fort. Kennst du sowas auch?

Dein Herz beunruhige sich nicht

Dann helfen mir mutmachende Bibelverse. Psalm 23 zum Beispiel. Oder Paulus‘ Brief an die Philipper, Kapitel 4, Verse 6 bis 7:

Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in Christus Jesus bewahren.

Oder was Jeshua selber in Johannes, Kapitel 14, Vers 27 sagt:

Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.

„der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt“ sagt Paulus. Wir brauchen diesen Frieden nicht verstehen. Der Verstand hat damit nichts zu tun. Gottes Wirken geht über den menschlichen Verstand hinaus. Und auch das mag unser Ego nicht, denn es ist auf Selbstschutz programmiert. Alles, was es nicht selber schafft, ist ihm suspekt. Doch wir müssen uns nicht selbst erlösen!

Wer Gott an seiner Seite hat

In der Weihnachtsgeschichte, die ich letztes Jahr veröffentlicht habe, ist durchgehend von Menschen die Rede, die sich ganz auf Gott und auf das, was Gott vorhatte, einließen. Damit Jeshua HaMaschiach als Erlöser in die Welt kommen konnte, brauchte Gott Menschen. Menschen, die bereit waren, sich auf sein Wirken einzustellen. Menschen, die sich von ihm geliebt wussten und ihm vertrauten. Auch heute braucht Gott Menschen, die ihre Angst überwinden und zum Segen werden. Nur, wer die Liebe als Motivation nimmt, kann für andere zum Segen werden. Und dann kann uns keine Macht der Welt (und auch nicht der Widersacher) etwas anhaben, denn wir sind in Gott geschützt und geborgen. Der Priester Josef Kentenich (1885-1968) hat einmal gesagt:

„Wer Gott an seiner Seite hat, fürchtet nicht die Mächtigen dieser Welt!“

Und ich füge hinzu: „Der fürchtet auch keine Krankheiten, so bedrohlich sie auch zu sein scheinen!“

Viel Kraft und Schutz wünscht dir herzlichst
Stefanie

Stefanie liest vor

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