Apfeldiät nach Edgar Cayce

Die Apfeldiät – ganzheitlich, natürlich, günstig

7. März 2020 – Ein Apfel täglich soll den Arzt fernhalten. So heißt es in einem englischen Sprichwort. Und tatsächlich: Äpfel sind nicht nur superlecker, sondern auch supergesund, auch in der Apfeldiät nach Edgar Cayce. Zumindest, wenn die Äpfel keine industriellen Hochzüchtungen sind. Denn aus denen werden einige Eigenschaften, die das Aussehen der Äpfel beeinträchtigen (könnten), fast vollständig herausgezüchtet. Da wären speziell die Polyphenole zu nennen. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die unter anderem das sogenannte Apfelallergen unschädlich machen. Sie sind der natürliche Schutz der Äpfel vor Insekten-, Pilz- und Schimmelbefall. Bei Menschen wirken sie wie Antioxidantien und haben zudem eine antibakterielle Wirkung. Aber sie machen Äpfel auch sauer und lassen sie schneller braun werden. Und das ist leider oft nicht erwünscht.

Unser größtes Immunsystem

Auch sonst haben Äpfel viel zu bieten! Sie enthalten nur mäßig Fruchtzucker, dafür aber viele Ballaststoffe. Die mag unser Darm ganz besonders, weil sie seine Darmflora sanieren und er sie zu kurzkettigen Fettsäuren umwandelt, die seiner Schleimhaut Energie liefern. Und unser Darm verdient viel Aufmerksamkeit – er ist nämlich unser größtes Immunsystem! Gesunde Ernährung = gesunder Darm = weniger anfällig für Viren, Bakterien und sonstige „Angreifer“.

Was für unsere Apfeldiät noch wichtig ist: Der im Apfel enthaltene Ballaststoff Pektin soll den Blutzuckerspiegel konstant halten und damit unser Hungergefühl mindern.

Edgar Cayce empfahl häufig, Äpfel in die tägliche Ernährung mit aufzunehmen. Allerdings erwähnte er auch, dass rohe Äpfel für viele Menschen nicht so bekömmlich sind. Am besten seien sie gekocht oder als Bratapfel (siehe Reading 935-1). Außerdem sollten Äpfel nicht mit anderen Lebensmitteln zusammen gegessen werden. Ganz gleich, wie du sie isst: Iss sie mit Schale! Direkt unter der Schale sitzen die wertvollsten Inhaltsstoffe. Deshalb ist es so wichtig, dass du unbehandelte, biologisch angebaute Äpfel kaufst. Denn auch durch noch so gründliches Waschen und Putzen bekommst du von konventionelle Äpfeln nicht alle Pestizide und sonstigen Chemikalien weg. Achte auch darauf, dass sie zumindest aus Europa kommen. Je regionaler, desto umweltfreundlicher!

Was ist nun mit der Apfeldiät nach Edgar Cayce?

Falls für dich die jährliche Fastenzeit ein Anlass ist, mehr auf deine Gesundheit zu achten und dabei auch noch etwas abzunehmen, dann möchte ich dir die dreitägige Apfeldiät nach Edgar Cayce empfehlen. Sie reinigt deinen Darm und sorgt für bessere Ausscheidungen. Edgar sagt in Reading 820-2:

„Wenn du rohe Äpfel essen möchtest, solltest du nur diese und nichts anderes zu dir nehmen – drei Tagel lang ausschließlich rohe Äpfel und anschließend Olivenöl; so werden wir jeden Organismus von allen Giftstoffen reinigen!“

Es gibt in den Readings verschiedene Anweisungen für diese spezielle Apfeldiät nach Edgar Cayce. Falls du allerdings körperlich nicht so gesund bist, solltest du auf jeden Fall mit deinem Hausarzt besprechen, ob du überhaupt eine solche Diät machen darfst.

Zunächst einmal die Apfelsorten: Edgar empfiehlt Äpfel der Sorte „Jenneting“ (Reading 820-2). Dazu gehören unter anderem der „Delicious“ (rot und gelb), der „Jonathan“, der „Boskop“, aber auch die sogenannte „Schafsnase“, ein nur leicht säuerlicher Apfel. Auffallend hier ist, dass sie alle keine Neuzüchtungen sind, sondern zu den guten alten Sorten gehören.

Dr. Harold Reilly, der Autor des nur noch antiquarisch erhältlichen „Großen Edgar-Cayce-Gesundheitsbuches“, hat vielen Menschen mit der Apfeldiät nach Edgar Cayce geholfen. Er empfiehlt, zunächst ein Darmbad vornehmen zu lassen (falls das an deinem Wohnort möglich ist) oder einen Einlauf zu machen. Auch Edgar empfiehlt (in anderen Zusammenhängen) Darmbäder/Darmspülungen und sagt, dass eine Darmspülung soviel wert ist wie vier bis sechs Einläufe (Reading 3570-1). Falls du dazu keine Möglichkeiten hast, kannst du vorher ein mildes Abführmittel nehmen (bei mir wirken Sennesblätter immer Wunder). Wichtig ist, dass der Darm etwas „vorbereitet“ wird. Du wirst in den drei Tagen viele Giftstoffe ausscheiden. Und je weniger Ablagerungen unser fünf bis sieben Meter langer, vielfach verschlungener Darm aufweist, desto besser wird er mit den Giftstoffen fertig.

Wichtig ist außerdem, dass du dir in diesen Tagen möglichst viel Ruhe gönnst und möglichst wenig anstrengende Arbeit tust. Sieh es als eine Rückzugszeit. Der Körper entgiftet während dieser Zeit extrem stark, und es kann sein, dass dies bei dir zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Erschöpfung führt. Vielleicht kommen auch unterdrückte Gefühle hoch. Das alles gehört dazu. Sei dann lieb zu dir und halte durch!

Erster Tag

Iss so viele Äpfel, wie du möchtest. Dr. Reilly schreibt in seinem Buch, dass die meisten Menschen am ersten Tag sechs bis acht Äpfel, am zweiten Tag vier bis sechs und am dritten Tag zwei bis vier essen. Andere essen aber auch bis zu zehn Äpfel durchgehend, wieder andere nur einen oder zwei. Außerdem solltest du ganz viel trinken – vier bis fünf Liter oder auch mehr am Tag dürfen es sein. Lauwarmes Wasser OHNE KOHLENSÄURE ist am besten. Auch schwarzer Kaffee, ganz ohne Milch und Zucker, ist an allen drei Tagen erlaubt.

Zweiter Tag

Wie am ersten Tag. Iss soviele Äpfel, wie du möchtest, trink viel und ruh dich aus. Es kann sein, dass du leichte Kopfschmerzen bekommst; ein Zeichen dafür, dass der Entgiftungsprozess im Gange ist.

Dritter Tag

Äpfel, Äpfel, Äpfel und viiieeel trinken, damit die Gifte herausgespült werden! Edgar sagt in Reading 1409-9:

„Trink reichlich Wasser und nimm nach der dreitägigen Diät eine große Dosis Olivenöl ein.“

Das Olivenöl nimmst du am Abend des dritten Tages. Es sollte kalt gepresst, also nativ sein, und Edgar gibt unterschiedliche Mengen an. Wenn du Probleme mit der Gallenblase oder Leber hast, dann solltest du eher zwei bis drei Teelöffel nehmen. Ansonsten zwei Esslöffel (Reading 780-12) oder bis zu sechs Esslöffel (Reading 1622-1). Wenn du dir nicht sicher bist, nimm zwei Esslöffel.

Wieso Olivenöl? Nun, wenn du einige Tage lang kein Fett zu dir nimmt, sammelt sich in Leber und Gallenblase Gallenflüssigkeit an. Wenn der Organismus dann auf einmal Fett bekommt, wird die gespeicherte Gallenflüssigkeit freigegeben und die Cholesterinsteine, die sich gebildet haben, werden ausgeschieden.

Durch die Apfeldiät nach Edgar Cayce „soll die Aktivität im gesamten Verdauungskanal verändert werden“ (Reading 3673-1)

Nach der Apfeldiät nach Edgar Cayce

Nach dem dritten Tag wäre wieder ein Darmbad, eine Darmspülung oder ein Einlauf gut. Es geht aber auch ohne. Edgar empfahl dies nicht allen Fragestellern. Achte auch in den Tagen darauf auf eine überwiegend basische Ernährung mit viel Obst und Gemüse und versuch, viel zu trinken, wobei du dich von Softdrinks und kohlensäurehaltigen Getränken fernhalten solltest. Wenn du Säfte trinken möchtest, kauf 100% Saft und verdünne ihn im Verhältnis 1 zu 4 mit Wasser. Kräutertees wirken ebenfalls basisch. Dein Immunsystem wird es dir danken!

Falls du die Apfeldiät nach Edgar Cayce ausprobieren möchtest und dann Lust hast, mir zu berichten, wie es dir ergangen ist, schreib einfach in den Kommentaren oder schick mir eine E-Mail! Meine Adresse findest du im Impressum.

Bitte denke daran, dass ich hier keine medizinischen Ratschläge gebe. Falls du unsicher bist, wende dich auf jeden Fall an einen Arzt.

Mehr über vollwertige Ernährung nach Edgar Cayce findest du in dem Buch „Vollwerternährung nach Edgar Cayce“.

Viel Erfolg und herzlichen Gruß
Stefanie

Stefanie liest vor

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.