Lektion VII: Geduld

05.02.2021 „Wenn ihr geduldig bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.“ (Lukas 21,19)
„Geduld ist eine Aktivität des Geistes Gottes in jeder einzelnen Seele. Ihr Ausdruck umfasst mentale, physische und spirituelle Gedanken und Handlungen. Durch die Geduld lernen wir unser Selbst erkennen, lernen wir unsere Ideale zu messen und zu prüfen, lernen wir Glauben zu praktizieren …“

Studiengruppe spielen

Viele von uns fragen sich, wie um alles in der Welt sie in ihrer spirituellen Entwicklung weiterkommen können. So vieles haben wir schon versucht. Wann kommt endlich die Erleuchtung, das eine große Aha-Erlebnis?

Edgar Cayces Lösung: Beschäftige dich mit dem Wort Gottes, beschäftige dich mit deinem Schöpfer selbst, wende die göttlichen Gesetze in deinem täglichen Leben an und nutze sie, denn sie dienen dir nur zum Guten! Als Hilfestellung dienen die beiden Bücher „Suche nach Gott“, die auf der Reading-Serie 262 basieren und über einen Zeitraum von 11 Jahren entstanden (mehr Infos findest du hier).

Lass uns mal Studiengruppe spielen, ja? Und als Lektion picken wir uns „Geduld“ in Band 1 heraus – einen Teil davon zumindest. Geduld ist gerade in dieser Zeit voller Herausforderungen ein echtes Thema.

Das Leitmotiv

„Wenn ihr geduldig bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.“ (Lukas 21,19)

Sinnen wir einige Minuten darüber nach. Was bedeutet „geduldig“ für mich? Wie kann ich das Leben gewinnen, wenn ich geduldig bleibe? Wie schaffe ich es, geduldig zu bleiben? Usw.

Der Text

Dieser Textausschnitt basiert auf den Readings 262-24 bis 262-26

Einführung

Gott ist der Gott der Geduld. Die gesamte Natur verkündet das. Es steht in den Felsen, den Höhlen, den Bergen und den Tälern geschrieben – ja sogar tief im Herzen der Erde. Er, der selbst langmütig, geduldig und willig war, schrieb es auch in die Seelen der Menschen, obwohl es lange Zeit dauern wird, bis alle Menschen zur Erkenntnis des Lichtes gelangt sind.

Geduld ist eine Aktivität des Geistes Gottes in jeder einzelnen Seele. Ihr Ausdruck umfasst mentale, physische und spirituelle Gedanken und Handlungen. Durch die Geduld lernen wir unser Selbst erkennen, lernen wir unsere Ideale zu messen und zu prüfen, lernen wir Glauben zu praktizieren und durch die Tugend nach dem Verständnis zu suchen. So sind alle spirituellen Eigenschaften in der Geduld zusammengefasst.

Wenn wir Tag für Tag Geduld üben, dann erkennen wir, wie gut wir jene Lektionen in Handlungen umzusetzen vermögen, die wir aus vergangenen Erfahrungen gelernt haben. Geduld setzt alle Tugenden in die Tat um. Mit Geduld werden wir zum Kanal für die Segnung anderer – indem wir nicht auf unsere Weise, sondern auf Seine Weise dienen – nicht nur einmal, sondern solange das Dienen notwendig ist.

Der Wert der Geduld

Geduld ist ein Prüfstein unserer Entwicklung. Wenn wir sie in unserem täglichen Leben anwenden, zeigt sich, ob wir die Möglichkeiten, die uns im Laufe früherer Erfahrungen gegeben wurden, eingesetzt oder missbraucht haben. Welch ein großes Verständnis erhalten wir, wenn wir diese Eigenschaften einsetzen! […]

In den Versuchungen, denen wir Tag für Tag ausgesetzt sind, wird unsere Geduld geprüft. Wir beginnen zu wachsen, indem wir jedes neue Hindernis überwinden und hinter uns lassen. Passive Unterwerfung wird nicht genügen; unsere Geduld muss eine aktive, wachsende Kraft sein, die sich erhebt, um jeder neuen Versuchung zu begegnen. […]

Wir überwinden nur durch Geduld. Wir entwickeln uns, indem wir vorwärts drängen, indem wir spirituelle Energie verwenden, und so öffnen wir den Weg für Gott, damit Er uns in derVersuchung und Prüfung, die jeder von uns durchmachen wird, durch Seine Gegenwart Kraft schenkt.

Wie können wir unser Leben vollkommener leben, sodass wir durch Geduld ein besseres Verständnis erwerben? Indem wir Tag für Tag das anwenden, was wir wissen und verstehen. Im Handeln kommt das Wissen und Verständnis für den nächsten Schritt. Wann sollten wir damit beginnen? Heute, denn „jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade“ (2.Kor 6,2) lesen wir. Wir wollen durch den Glauben in diese Zeit eingehen und geduldig auf den nächsten Schritt warten. […]

Diskussion

Hier folgt normalerweise eine Diskussion. Wir machen ein Fragezeichen hinter die Stellen, die wir nicht verstehen, streichen die Stellen an, die uns wichtig scheinen und diskutieren dann, was sie bedeuten könnten. Das können wir jetzt leider nicht tun, deswegen erzähle ich dir kurz meine Erkenntnisse, die ich beim Lesen gewonnen habe.

Für mich war dies der Schlüsselsatz: „Geduld ist eine Aktivität des Geistes Gottes in jeder einzelnen Seele“. Das heißt, sie ist keine menschliche Eigenschaft, die man sich mal eben so durch Anstrengung erwirbt – sie ist eine göttliche Eigenschaft. Wir Menschen neigen dazu, alles sofort haben und machen zu wollen. Wir können schwer warten. Und da viele Menschen nicht daran glauben, dass Gott in uns ist und durch uns wirkt, sind sie der Meinung, sie müssten alles selber machen – und zwar sofort. Komm ins Tun, so heißt es allüberall. Und leider geht es nur allzu oft schief.

Nun ist Handeln zwar sehr wichtig, aber eher in dem Sinne, wie du einen Samen säst. Wenn du etwas ganz Bestimmtes anbauen möchtest, musst du den entsprechenden Samen säen, sonst wirst du dieses Bestimmte nicht ernten können. Du kannst aber auch nicht erwarten, dass sofort die fertige Pflanze mit ihrem Ertrag aus dem Boden schießt. Der Samen braucht Pflege, die Pflanze braucht Pflege. Und das alles zur richtigen Zeit. Denn wenn du den Samen zur falschen Zeit säst, geht er erst gar nicht auf oder wird keine überlebensfähige Pflanze.

Das scheint einfach – Gärtnerwissen kann man sich durch Bücher oder Erfahrung aneignen. Für Geduld brauchst du mehr Hilfe. Du kannst den Samen säen, indem du im Wort Gottes liest, indem du dir Gottes Gegenwart in dir bewusst machst, indem du Gott dankbar bist für das, was du hast, indem du dir klar machst, dass Gott dich bedingungslos liebt – ganz gleich, wer oder was du bist und was du getan hast. Tut er wirklich!

Aufgabe für die Woche

Wir nehmen uns jeden Tag 10 bis 15 Minuten Zeit und sinnen über diese Aussage nach:

„Alle spirituellen Eigenschaften sind in der Geduld zusammengefasst.“

Meditation und Schlussgebet

Normalerweise schließt die Gruppe das Treffen mit einer Meditation und einem Gebet ab. Wir fassen Meditation und Gebet zusammen. Traditionell ist das Gebet Psalm 23, aber ich persönlich finde in dieser Zeit Psalm 91 passender: Unter dem Schutz des Höchsten.

Zoom-Treffen

Am 17. Februar werde ich um 18 Uhr ein halbstündiges Kurz-Seminar über die Zoom-Plattform halten. Das Thema: „Geduld als Chance zum geistlichen Wachstum“. Grundlage wird diese Lektion sein, und der Ablauf wird ähnlich sein wie hier. Falls du Lust hast, melde dich bis zum 16. Februar bei mir (stefanie[at]cayce-portal.de), dann sende ich dir rechtzeitig die Zugangsdaten zu.

Schön, dass du dabei warst! Ich hoffe, ich konnte dir einige Anregungen geben und wünsche dir viel Kraft in dieser Wendezeit.

Herzlichst,
Stefanie

Stefanie liest vor

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