Ast im Wasser

Hast du noch Angst?

7. April 2020 – So langsam lichten sich die Verhältnisse rund um das derzeitige Geschehen. Auch wenn die Medien in Sondersendungen und Artikeln immer noch das im Grunde stets Gleiche erzählen. Das Virus scheint auf dem Rückzug zu sein, die demokratischen Grundrechte können langsam, aber sicher wieder hergestellt werden. Hast du noch Angst? Brauchst du nicht. Du musst nur etwas vorsichtig sein. Sonst nichts.

In diesem Blog-Artikel möchte ich mich einem Thema widmen, das viele von uns in den letzten Monaten beschäftigt hat: der Angst. Gleichzeitig möchte ich dir zeigen, wie du Zuversicht finden kannst. Edgar Cayce hatte einiges über dieses Thema zu sagen und auch in der Bibel wird es immer wieder erwähnt.

Wie komme ich nun ausgerechnet darauf? Naja, auf meinen letzten Blog-Artikel erhielt ich einen Kommentar. Einen Kommentar, den ich nicht freigeschaltet habe. Warum nicht? Erstens war er sehr lang – fast zwei DinA4-Seiten! Zweitens war es eine Abhandlung über kollektive Neurosen und ihre Problematik, die mit dem Thema meines Artikels nur ganz am Rande zu tun hatte. Drittens – und das ist der wichtigste Grund – behauptete der Kommentator, Angst sei, Zitat, „ein sinnvolles, göttlich-weises Symptom.“

Nun ist Angst fraglos sehr nützlich. Wir Menschen sind kein Zufallsprodukt und so hat auch die Angst ihren Sinn. Aber sie ist KEIN „göttlich-weises Symptom“. Sie ist ein Instinkt, der allen höheren Lebewesen zu eigen ist und vor allem einem Ziel dient: dem Erhalt der eigenen Unversehrtheit. Angst entsteht in einer bestimmten Gehirnregion, der Amygdala. Sie ist mit verschiedenen Gehirnregionen verbunden, unter anderem mit dem Stammhirn. Das ist die älteste menschliche Gehirnregion und versetzt uns in die Lage, im Bruchteil einer Sekunde zu reagieren. Unser Verstand wäre dafür zu langsam. Werden wir in Angst versetzt, schüttet unser Körper Stresshormone aus, die verschiedene körperliche Reaktionen bewirken. Werden diese Hormone dauerhaft ausgeschüttet, kommt es zu Belastungen. Das Immunsystem wird geschwächt, Denkstörungen setzen ein, es kann zu Depressionen und Panikattacken kommen.

Angst hat ihren Sinn, schrieb ich oben. Wir Menschen sind – anders als Tiere – in der Lage, Angst zu beherrschen. In unserer so genannten „zivilisierten“ Gesellschaft gibt es scheinbar nur noch wenige Anlässe, uns von der Angst beherrschen zu lassen. Und doch leiden immer mehr Menschen an Angstzuständen und Panikattacken. Unsere Herausforderungen sind andere geworden, das Leben scheint komplexer zu sein. Medien schüren – in dieser Zeit merken wir es besonders – immer wieder Ängste. Die ständige Wiederholung macht es. Und so haben wir das Gefühl, unsere Zeiten seien so unsicher wie nie zuvor. Die einen reagieren mit Kampf darauf. Die anderen mit Flucht. Doch die dauerhafte Belastung hat ihren Preis. Und der Teufelskreis dreht sich immer schneller.

Ein mächtiger Verbündeter

Dabei haben wir Christen einen mächtigen Verbündeten an unserer Seite: unseren Schöpfer, den „Ich bin“, JHWH, oder schlichtweg „Gott“. Die Bibel widerspricht der These, dass Angst „göttlich-weise“ sei, ganz eindeutig. Das tut auch Edgar Cayce.

In der Bibel gibt es viele Stellen, die auf Gott als unsere Zuflucht verweisen und uns Kraft schenken können. Meine Lieblingsstelle ist ja immer noch Psalm 91. Mir gefällt aber auch besonders die Stelle in Matthäus, Kapitel 14, Verse 28 bis 31, als Jeschuas Jünger im Boot auf dem See Genezareth und er mitten im Sturm zu ihnen über das Wasser kam:

Petrus aber … sprach: Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf den Wassern. Er aber sprach: Komm! Und Petrus stieg aus dem Schiff und ging auf den Wassern und kam zu Jesus. Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich; und als er anfing zu sinken, schrie er und sprach: Herr, rette mich! Sogleich aber streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn und sprach zu ihm: Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?

Solange Petrus auf Jeshua schaute, hatte er keine Angst. Kaum schaute er aber auf die Gefahren, die ihn umgaben, ging er unter. Und Jeshua rettete ihn in dieser Bedrängnis vor dem Ertrinken! Ganz gleich, wie die Fluten aussehen mögen, die uns umgeben: Wenn wir auf Gott (hier in Gestalt von Jeshua) schauen, dann leitet er uns sicher durch alle Gefahren. Und wenn wir unterzugehen drohen, dann zieht er uns heraus! Es gibt ein unglaubliches Gefühl der Sicherheit, zu wissen, dass wir in unserer Angst nur glaubend auf Gott vertrauen müssen.

Die Bibel hat viele schöne Stellen dazu in beiden Testamenten. Einige findest du zum Beispiel hier: Bibelverse über Angst

Auch Edgar gab so einige Hinweise, wie man Angst überwinden kann. Zum Beispiel sagt er in Reading 261-25:

Bleibe optimistisch und spirituell ausgeglichen. Denn die Quellen der mentalen und materiellen Einflüsse müssen, wie so oft schon gesagt wurde, aus einer spirituellen Eingabe kommen, die konstruktiv ist! Daher baut ein Mensch, der nicht konstruktiv denkt, Barrieren auf, über die er früher oder später stolpern wird.

Und in Reading 707-1 knüpft er an die obige Bibelstelle an:

Hast du dich dafür entschieden, dich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, dann hast du Anlass zur Angst. Wenn du aber Ihn als deinen Mittelpunkt nimmst, Ihn, der den Weg der Menschen gegangen ist, Ihn, der alle Schicksalsschläge des irdischen Daseins in allen Bereichen kennen gelernt hat, … hast du Ihn zu deinem Mittelpunkt gewählt, dann fürchte dich nicht!

Eine Woche voller Zuversicht wünscht dir
deine Stefanie

Stefanie liest vor

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