Ja, der Körper sollte essen …

… und er sollte langsam essen; wenn er aber beunruhigt oder überbeansprucht ist oder wenn es der Körper sich nicht zur AUFGABE macht zu essen, sondern nur isst, um die Langeweile zu vertreiben oder die Zeit auszufüllen, ist es nicht gut – denn es [das Gegessene] WIRD NICHT verdaut, wie man sieht. Achte mehr auf solche Umstände und auf deine Beziehung zum gesamten Organismus; denn wird man nicht physisch und mental zu dem, was vom mentalen oder physischen Körper aufgenommen wird?“ (Reading 900-393)

Solche und ähnliche Aussagen findet man in den Readings zuhauf. Immer wieder wies Edgar darauf hin, wie wichtig es für unser ganzes Sein ist, dass wir uns Zeit für das Essen nehmen, dass wir bewusst essen, dass wir entspannt essen – und dass wir vor dem Essen danken.

Zum Danken sei mir eine Frage gestattet: Schätzen wir das, was wir zu uns nehmen, eigentlich so richtig? Ich meine, essen wir nur, um satt zu werden oder bedeutet uns unser Essen etwas? Vielleicht sollten wir uns ab und zu bewusst machen, dass alles, was wir zu uns nehmen (ganz gleich, WIE stark es verarbeitet wurde), aus dem unerschöpflichen Vorrat der Natur stammt, und dass „der schöpferische Einfluss in jedem Kraut, Mineral, Gemüse oder jeder einzelnen Aktivität eben jene Kraft ist, die ihr Gott nennt – und [dass] sie nach Ausdruck SUCHT!“ (294-202)

Macht doch mal den Versuch, Euch vor der Aufnahme Eurer Nahrung kurz daran zu erinnern, dass sie „das Werk vieler Hände und eine Teilhabe an anderen Lebensformen“ ist (Michael, danke für diese schöne Anregung!). Ich bin sicher, Ihr werdet Euer Essen auf eine ganz neue Art genießen können … 🙂

Natürlich gab Edgar nicht nur Ratschläge zu dem „Wie“, sondern ganz besonders auch zu dem „Was“. Wie bei den Gesundheitsstörungen, so waren auch hier die Readings auf die jeweilige Person zugeschnitten, und Menschen, die nicht gesund waren, bekamen andere Tipps als die Gesunden. Aber auch hier kann man allgemeingültige Aussagen finden.

Schon zu Edgars Zeiten wurde zum Beispiel das Thema des Säure-Basen-Gleichgewichts wissenschaftlich diskutiert. Heute weiß man, dass ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt den Körper vor Infektionen und Magen-Darm-Erkrankungen schützt. Einige Nahrungsmittel reagieren im Körper eher neutral, andere überwiegend basisch (alkalisch), wieder andere hauptsächlich säurebildend. Für die Aufrechterhaltung einer leichten Alkalität des Körpers ist es nötig, sich vorwiegend basisch zu ernähren, denn Säure wird im Körper selbst produziert.

Dennoch ist es ganz wichtig, auch säurebildende Nahrungsmittel zu essen, denn eine Überalkalität im Körper ist laut Edgar schädlicher als ein leichter Säureüberschuss. Das wird übrigens von Ernährungsgurus leider nur allzu oft verschwiegen! Außerdem muss man berücksichtigen, dass Menschen, die körperlich schwer arbeiten, mehr Säure verbrennen als Menschen, die sich wenig bewegen. Edgars Angabe „etwa 20 % säurebildend zu 80% basenbildend“ (1523-3) ist deshalb nur ein Richtwert. Also keine Panik! Kaffee und Alkohol, Schokolade, Sahne und dergleichen sind, in Maßen, für einen gesunden Körper nicht schädlich.

Nun fragt sich, welche Nahrungsmittel denn basenbildend bzw. säurebildend im Körper wirken? Orangen zum Beispiel sind basenbildend, ebenso wie das supergesunde Sauerkraut. Auf dem Speisezettel sollten viel Obst, viel Gemüse, Kräuter, Mandeln, Buttermilch und Kräutertees stehen. Kartoffeln und frischer Mais sind ebenfalls basenbildend. Säurebildend hingegen sind alle Arten von Getreide wie Weizen, Gerste, Roggen und Reis sowie Fleisch, Käse, erhitzte Milch, Kakao, Kaffee, schwarzer Tee, aber auch Gewürze. Sorry, dies ist nur ein winziger Mini-Überblick. Vielleicht aber trotzdem ganz nützlich?

Wasser ist ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Nahrung. Heute ist allgemein bekannt, dass der Körper täglich (mindestens!) 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit benötigt. Wenn wir schwitzen, schwer arbeiten oder Sport treiben, benötigen wir noch viel mehr. Edgar empfahl, täglich 6 bis 8 Gläser Wasser zu trinken. Das entspricht in etwa der oben angegebenen Menge. Allerdings sollte das Wasser keine Kohlensäure enthalten und Raumtemperatur haben. Warum? Edgar erklärt: „Der … Gehalt an Lebensenergien, welche die richtigen Hormone produzieren und für den Fluss in den Lymphkreislauf sorgen, wird durch die Kohlensäuregase … gehemmt.“ (257-239) Und warum Raumtemperatur? Weil der Körper sehr viel Energie verbraucht, während er das Wasser auf Körpertemperatur erwärmt. Deshalb ist es hilfreich, wenn man ihm auf halbem Weg entgegenkommt 😉 … Aber Achtung: Trinkt jedes Getränk langsam, schluckweise, „damit sich die Aktivität der Drüsen im Mund gut mit dem Wasser verbindet …“ (595-1), Ihr nehmt Eurem Verdauungssystem damit jede Menge Arbeit ab!

Einige Auszüge stammen übrigens aus diesem Buch:
Vollwerternährung nach Edgar Cayce

1 Kommentar zu „Ja, der Körper sollte essen …“

  1. Ernährung kann so einfach sein, wenn wir nur einiges lassen was wir denken zu brauchen.
    Bin zwar schon lange Vegetarier, aber noch zu sauer. Werde das aber noch in den griff bekommen.
    Danke für die Tipps und die Veröffentlichungen!

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