Edgar Cayces Stimme

Wer hätte Edgar Cayces Stimme nicht gerne mal live gehört? Das ist leider nicht mehr möglich. Diese seltene Tonbandaufnahme führt uns jedoch für eine kurze Zeit zurück in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts. Wir befinden uns in Edgars Zuhause, wo er gerade das Reading Nr. 442-2 gibt.

Es ist schon spannend, Edgar Cayces Stimme auf Band zu hören. Vielleicht kann man jetzt auch verstehen, warum es oft so schwierig für die jeweilige Stenografin war, alles richtig aufzuschreiben und später auf der Schreibmaschine wiederzugeben. Was machte früher eine Stenografin? Tonbandgeräte waren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch nicht sehr verbreitet. Und unsere digitalen Möglichkeiten gab es damals ja noch nicht. Noch bis weit in die neunziger Jahre hinein konnte man Stenografie, also Kurzschrift, lernen. Sie gehörte lange Zeit zum unverzichtbaren Werkzeug einer Sekretärin. Kurzschrift besteht aus Kürzeln für Wörter und Buchstaben, die manchmal sehr abenteuerlich aussehen. War die Aufzeichnung beendet, so tippte ihn die Stenografin in Reinschrift ab.

Die einzige Stenografin, die in der Lage war, Edgar Cayces Aussagen wirklich präzise und schnell aufzuzeichnen, war Gladys Davis. Sie wurde 1923 eingestellt und blieb dem Werk bis zu ihrem eigenen Tod im Jahr 1986 treu. Gladys sorgte nach Edgars Tod dafür, dass die unglaubliche Fülle an Informationen indexiert wurde. Auch half sie mit, das Werk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es dauerte über 20 Jahre, bis alle vorhandenen Aufzeichnungen sauber und übersichtlich indexiert waren. Zusammen mit Edgar Cayces Sohn Hugh Lynn Cayce half Gladys Davis, das Werk bekannter zu machen.