Über Krieg und Frieden – ein Remake

Sachen gibt’s … Manchmal stoße ich beim Stöbern auf hochinteressante Dinge, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie noch hatte. Kennst Du das auch? Mir ging es letztens so, als ich im Blog nach etwas ganz anderem gesucht hatte. Doch dieser Artikel aus dem Jahr 2012 ließ mich nicht los, denn er ist immer noch sehr aktuell. Dauerhaft aktuell ist auch die hierin enthaltene Aussage in Reading 3976-28, in der es heißt, dass Friede im Selbst beginnen muss.

Natürlich wollen wir alle Frieden. Doch sind wir bereit, den Preis dafür zu zahlen? Nicht mehr verurteilen, nicht mehr mit dem Finger auf andere zeigen, nicht mehr über andere lästern, nicht mehr streiten. Wie um alles in der Welt soll das gehen? Vielleicht findest Du eine Antwort in Edgars Aussagen 2 bis 4 unten … Hier kommt auf jeden Fall der Artikel:

©Martin Capek – Fotolia.com

Wir kommen nicht zur Ruhe. Die Medien versorgen uns tagtäglich mit neuen negativen Schlagzeilen. Viele Menschen machen sich Sorgen. Nicht nur in prophezeiungsgläubigen Kreisen wird immer lauter über einen Zusammenbruch, gar einen dritten Weltkrieg diskutiert. Entsprechend häufig finde ich in meiner Statistik auch Suchanfragen darüber, was Edgar über Syrien, die Türkei, einen dritten Weltkrieg oder Schuldenkrisen gesagt hat. Nun, zu Syrien, Türkei usw. habe ich schon in meinem Artikel Syrien, Ankara, Ägypten und Libyen geschrieben. Mit Schuldenkrisen habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt (kommt vielleicht noch – oder auch nicht …).

Ein dritter Weltkrieg?

Mehr beschäftigt mich allerdings, dass viele Menschen zu glauben scheinen, Edgar Cayce habe einen dritten Weltkrieg prophezeit. Die meisten diesbezüglichen Aussagen finden sich zwar im englischsprachigen Netz, aber in einem deutschen Blog las ich, Edgar habe gesagt, dieser Krieg solle im Sommer 2011 beginnen. Hmmm … Auf einer anderen Seite hieß es, Edgar habe „die Möglichkeit eines dritten Weltkriegs vorausgesagt“. Aber immer vermisse ich die Quellenangaben. Wann soll Edgar diese Aussagen gemacht haben? In welchem Reading? In welchem Zusammenhang? Auf meine Anfragen bei den Betreibern erntete ich nur Schweigen.

Ich frage mich nun: Haben die Leute zuviel Phantasie? Werfen sie möglicherweise mehrere Reading-Aussagen durcheinander? Oder sind es nur Gerüchte? Aber Gerüchte haben doch, wie Legenden auch, einen wahren Kern?

Foto: Stefanie Piel

Die Frage ließ mir keine Ruhe. Ich wollte sicher gehen. Also nahm ich mir die vollständige englischsprachige Reading-DVD vor und begann nach dem Ausschlussprinzip zu suchen: war, world war, third world war in allen Variationen. Zum dritten Weltkrieg fand ich nichts. Aber ich stieß auf ein Reading, das möglicherweise der Auslöser für die heutigen Spekulationen sein könnte: Reading 3976-28 vom 20. Juni 1943. In diesem Reading geht es, wie in allen 29 Readings der Reihe „Weltgeschehen“, um die Geschehnisse zum Zeitpunkt des jeweiligen Readings (sowie kurz danach) und um Lösungsmöglichkeiten. Wie so oft hielt Edgar zunächst einen Vortrag über den Menschen und seine Beziehung zu Gott. Dann durften Fragen gestellt werden. Eine dieser Fragen lautete:

14. (Frage) Wäre es machbar, eine internationale Währung oder eine internationale Stabilisierung der Wechselkurse auszuarbeiten?
(Antwort:) Auch darauf wird hingearbeitet werden. Es wird eine lange, lange Zeit dauern, bevor dies eingeführt wird. Tatsächlich gibt es möglicherweise einen weiteren Krieg [Original: another war] wegen genau dieser Umstände, doch es wird ein Schritt in die richtige Richtung sein – bei den Versuchen, zu dieser Zeit Frieden zu bringen [Original: in the attempts in bringing peace at this time].

Könnte dies das Reading sein, auf dem alle Gerüchte beruhen? Edgar nannte keine Zahlen und kein Datum. Doch bei meiner Suche fand ich keine Aussage, die näher an den Gerüchten dran ist.

Frieden muss im Selbst beginnen …

©Romolo Tavani – Fotolia.com

Dieses Reading ist aber noch aus einem anderen Grund interessant. Edgar erklärt darin nämlich ganz klar, dass es keinen wahren Frieden geben kann, solange es keinen Frieden in jedem einzelnen von uns selbst gibt. Ein kurzer Ausschnitt mag das verdeutlichen. Gertrude Cayce, die Leiterin, leitete die Sitzung wie folgt ein:

1. Du hast vor dir den heutigen Zustand der Welt und das, was jene brauchen, die Rat suchen, um dazu beizutragen, eine dauerhafte Grundlage für internationalen Frieden zu schaffen, gegründet auf dem Verständnis von den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und spirituellen Problemen des jeweils anderen. Du wirst die Fragen beantworten, die ich dir stellen werde.

Darauf begann Edgar:

2. Ja wir haben – wie bereits zuvor – jene Probleme, welche die Umbrüche und die Kriege, das Misstrauen, den Neid, den Hass, die heute existieren, hervorgebracht haben. Diese sind das Ergebnis davon, dass der Mensch Gott sowie das, was wahrhaft den aufrichtigen Versuch des Menschen darstellt, einen lebendigen Gott anzubeten, zu ehren und zu verherrlichen, vergisst.

3. Denn dies kann nur auf die Weise geschehen, wie Individuen, Staaten, Nationen ihre Mitmenschen behandeln. Denn was du anderen tust, das tust du deinem Schöpfer, und wenn diese Aktivitäten so sind, dass sie deinen Mitmenschen entehren, dann entehrst du deinen Gott – und es bringt all jene Formen der Störung, die in der heutigen Welt existieren.

4. Was die Individuen hier betrifft – Friede muss im Selbst beginnen, bevor es die Aktivität oder den Einsatz des Selbst auf eine solche Weise geben kann, dass Friede in deinen eigenen Haushalt, in dein eigenes Herz, in deine eigene Umgebung, in deinen eigenen Staat oder deine eigene Nation gebracht wird, und [es gibt] nur eine Vereinbarung: Liebe Gott auf eine Weise, die im Einklang mit dem steht, was dir dein Gewissen gebietet.
[…]

Vor 76 Jahren gesagt, klingt das doch sehr aktuell … was meinst Du?

Herzlich grüßt Dich
Stefanie

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