Wissen ist Macht

… vor allem Macht über uns selbst. Wenn wir wissen, wie und wo der Hase läuft, können wir ihm besser nachspüren. Was aber ist Wissen – ich meine, wahres Wissen? Edgar hat in seinen Readings 262-95 bis 262-99 dazu ganz klare Angaben gemacht. In diesen Readings geht es nicht um rein weltliches Wissen – es kann nur unvollkommen bleiben, da es uns an Dogmen, Traditionen oder vorgegebene Glaubenssätze bindet. Wahres Wissen aber macht frei.

Wahres Wissen ist nicht vom Göttlichen getrennt, sondern hat seinen Ursprung darin – und es ist in uns. Und das scheinbar Unglaublichste: Wir sind mit allem Wissen, das es im gesamten Universum gibt, frei von jeglichen Dogmen, verbunden (alles ist eins). Es erschließt sich uns, wenn wir in unser Inneres schauen, wenn wir danach streben, unser Ego immer mehr zurückzunehmen und uns mehr vom Göttlichen, das in uns und überall ist, leiten lassen. Wissen ermöglicht es uns, mit den Gesetzen des Universums in Harmonie zu leben. Dies wiederum wird uns bewusst, wenn wir uns von allem, was Ärger, Neid und Geringschätzung erzeugt, befreien. Letztlich muss man nur ein einziges Gesetz verstehen, welches das höchste ist: das Gesetz der Liebe. Alle anderen universellen Gesetze führen dahin.

Wenn wir die universellen Gesetze, die das Leben in allen Phasen beeinflussen, annehmen und verstehen, bringen wir unseren Geist in Einklang mit den Schöpferischen Kräften. Eines der ersten dieser Gesetze lautet, sich selbst zu erkennen. Ein Aspekt dieses Gesetzes besteht darin, dass wir ein stärkeres Bewusstsein von unserem Körper in seiner Beziehung zum Universum und in dessen Widerspiegelung entwickeln (Mikrokosmos/Makrokosmos). Sogar noch wichtiger ist es, etwas über die schöpferischen Kräfte zu wissen, die durch die spirituellen Zentren (Chakren) wirken.

Der physische Mensch stammt von der Erde, die Seele – mit dem Geist des Unendlichen – stammt aus dem Universum. Die Seele sucht nach Ausdruck und erwählt sich einen physischen Körper. So findet der Geist, der das Leben ist, über den Verstand, der der Erbauer ist, einen Ausdruck im Physischen.

Der Verstand [engl.: Mind] wird als die rationale Fähigkeit des Menschen definiert. Zum besseren Verständnis kann man ihn in das Bewusstsein, das Unterbewusstsein und das Überbewusstsein unterteilen. Durch den Verstand drängen die schöpferischen Kräfte zur Aktivität. Durch den Verstand können wir bewusst erkennen, dass unser physischer Körper der Tempel des Göttlichen ist. Und durch den Willen wählen wir jene Aktivität, die uns entweder davon entfernt oder uns zu ihm hinführt. Der Wille ist sowohl im Bewusstsein als auch im Unterbewusstsein aktiv. Dem Ersteren verleiht er die Fähigkeit, produktiv und folgernd zu überlegen, dem Letzteren die Fähigkeit, die Grenze zum Übersinnlichen zu überschreiten und Erkenntnis zu erlangen.

Das wahre Wissen muss auch in den Weltangelegenheiten zur Anwendung kommen. Machen die vielen Kriege, die völlig verfahrenen Systeme jeglicher Art, unsere Welt sicherer und schöner? Sie basieren allein auf dem weltlichem Wissen. Doch wir alle müssen lernen, dass die Grundsätze von Frieden, Gleichberechtigung, Gesundheit und Umweltschutz zuerst in die Herzen der Einzelnen kommen müssen. Wir müssen in uns beginnen. Tun wir dies nicht, taugen auch die ausgeklügeltsten Gesetze und Regeln nichts.

Das Wissen um die universellen Gesetze schafft eine deutlichere Auffassung vom Sinn der Schöpfung. Uns ist klar, dass der Missbrauch von Wissen den Einzelnen, Gruppen und auch Nationen zugrunde richtet. Wenn wir an dem Missbrauch festhalten, dann wird das, was der Mühe wert zu sein scheint, verblassen und einen spirituellen Verfall zur Folge haben. Wer das Geld anbetet, wer seine Mitmenschen gering schätzt, wer Völker mit Krieg überzieht, wird zur rechten Zeit das ernten, was gesät wurde.

Wir sollten daran denken, dass wir stets uns selbst begegnen. Würden wir Enttäuschungen erleben, wenn wir andere nicht enttäuscht hätten? Würden wir ausgenutzt, wenn wir in uns nicht irgendeinen Groll oder unfreundliche Gedanken gegenüber jemandem gehegt hätten?

Was können wir also tun? Ein Lächeln, ein freundliches Wort unter schwierigen Umständen, ist ein guter Anfang und schafft in uns nicht nur eine Einstimmung auf das „Ich bin“, sondern es macht auch anderen die Gegenwart des Göttlichen bewusst. Wir sollten damit beginnen, das, was wir für wahr halten, auch voll und ganz zu leben. Denn wir werden ernten, was wir gesät haben.

PhilsBlume

Anmerkung: Einige Auszüge sind (leicht abgeändert) dem Kapitel „Wissen“ im zweiten Band der Suche-nach-Gott-Bücher entnommen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.