Zeit, Raum und Geduld

22. Januar 2021. Von Herzen wünsche ich dir und all meinen Lesern ein frohes neues Jahr! Noch darf man es sagen, noch stehen wir am Anfang eines mit Sicherheit interessanten Jahres. Davon abgesehen, wenn wir einfach mal über Zeit und Raum hinausblicken, dann dürfen wir es im Grunde immer sagen, denn wie es in Trance-Reading 294-45 so schön heißt:

„Alle Zeit ist eine Zeit – siehst du? Das ist eine Tatsache – siehst du? Aller Raum ist ein Raum – siehst du? Eine weitere Tatsache.“

Und unser Schöpfer ist der Herr über Zeit und Raum; er steht darüber. Wenn wir uns wirklich auf ihn einlassen, dann können wir erleben, dass er für uns Zeit und Raum durchlässig macht.

Die Geduld

Was für eine Einleitung! Ich bin kopfüber in mein heutiges Thema hineingesprungen. Jetzt fehlt nur noch die Geduld – hab Geduld, sie kommt!

In meinem Newsletter Anfang Januar hatte ich geschrieben:

„Im so außergewöhnlichen Jahr 2020 waren, so scheint es mir, drei Dinge von großer Bedeutung für jene Menschen, die über die Herausforderungen hinausblicken können: Zeit, Raum und Geduld. Viele von uns hatten plötzlich viel Zeit. Es wurden uns zahlreiche räumliche Einschränkungen auferlegt. In all dem konnten wir die Kardinalstugend üben: Geduld. In den Readings spielt sie eine große Rolle. In Band 1 der ‚Suche nach Gott‘-Bücher ist ein ganzes Kapitel der Geduld gewidmet. Darin heißt es unter anderem: ‚Geduld ist eine Aktivität des Geistes Gottes in jeder einzelnen Seele.‘“

Viele Menschen haben sich – wie jedes Jahr – einfach treiben lassen. Andere wurden von den Ereignissen des letzten Jahres völlig überrollt. Angst stand (und steht) auf der Tagesordnung, von den Medien und der Politik kräftig geschürt. Heftige Einschränkungen sollten uns ein Gefühl der „Sicherheit“ geben. Dass dabei Grundrechte außer Kraft gesetzt wurden (werden), war vielen Menschen nicht bewusst. Hauptsache „sicher“. So sieht der Blick der Weltlichen auf die Welt aus. Doch wer über die Welt und ihre Herausforderungen hinausblicken kann, der weiß:

„Das Materielle ist nur vorübergehend, während das, was aus spirituellem Streben, spirituellen Absichten heraus erbaut wird, ewig ist.“ (Reading 1971-1)

Und er sieht überall Chancen, frei nach dem Motto, dass man aus sauren Zitronen durchaus süße Limonade machen kann. Ich habe mit so einigen Menschen gesprochen, die mir erzählt haben, sie seien 2020 in spiritueller Hinsicht unglaublich gewachsen. Was mich im letzten Jahr so umgetrieben hat, kannst du in meinen diversen Blog-Artikeln lesen – es sind nicht viele – aber sie haben es in sich.

Keine festen Größen

Für die meisten von uns sind Raum und Zeit feste Größen. Doch das ist nicht so. Allein die Tatsache, dass das Zeitempfinden bei jedem von uns unterschiedlich ist, zeigt uns, dass unsere Zeitlinie nur eine Krücke ist. Für den Raum gilt das ebenso. Fakt ist, dass Raum und Zeit keine vorgegebenen Strukturen sind. Sie existieren nicht unabhängig von Materie. Stell dir die Erde allein im Universum vor, ohne Mond, ohne sonstige Materie, und schon ergibt der Begriff „Raum“ außerhalb der Erde keinen Sinn mehr. Und wenn wir die Zeit messen, verknüpfen wir im Grunde nur materielle Ereignisse. Irgendwo habe ich gelesen, dass das Jahr eine Zeitskala unserer menschlichen Erfahrungswelt ist.

Für unseren unendlichen Geist existiert beides nicht. Edgar Cayces Geist konnte sich in Trance beliebig durch Raum und Zeit bewegen. Und genau hier ist die Geduld angesiedelt. Denn wenn unser Geist sich auf den Ewigen Geist Gottes einstimmt, erkennen wir diese Wahrheit, die ich oben schon erwähnt habe: „Geduld ist eine Aktivität des Geistes Gottes in jeder einzelnen Seele.“ Das heißt, Geduld ist keine menschliche Eigenschaft, sondern die unseres göttlichen Anteils! Und alle spirituellen Eigenschaften sind in der Geduld zusammengefasst. Wir können uns in ihr üben, indem wir uns auf den Geist Gottes in uns einlassen. Das geht aber nur, wenn wir unseren Blick von der Welt und all ihren Beschränkungen, einschließlich Raum und Zeit, abwenden und uns auf den Ewigen konzentrieren.

Im Buch „Weisheiten aus der Tieftrance“, das ich letztes Jahr veröffentlicht habe, steht unter anderem dieses Zitat:

„Zeit, Raum und Geduld sind jene Kanäle, durch die der Mensch als endlicher Verstand des Unendlichen gewahr wird.“ Reading 3161-1

Im gleichen Reading lese ich:

„Es gibt keine Zeit, keinen Raum, wenn Geduld sich in Liebe manifestiert.“

Zunutze machen

Aus dieser Position des Ewigen heraus können wir uns die Welt und all ihre Beschränkungen zunutze machen. Wir haben uns in unseren bequemen Alltag eingelullt und alles, was unsere Routine bedroht, wird als gefährlich empfunden. Dabei hat Gott uns Gaben geschenkt, die wir oft erst erkennen, wenn wir unsere Komfortzone verlassen. Denk mal darüber nach: Was hat dir die Einschränkung deiner Bewegungsfreiheit an Positivem gebracht? Hast du sie aktiv genutzt? Konnte sich dein Einfallsreichtum so richtig entfalten? Es gibt Länder auf dieser Welt, in der die Bewegungsfreiheit nicht nur in Krisenzeiten eingeschränkt ist. Das gilt gerade für Christen, die noch immer die meistverfolgte Religionsgemeinschaft sind. Und gerade dort ist der Einfallsreichtum am größten und der gelebte Glaube an Jeshua den Messias sehr tief.

Was ist mit deiner Zeit? Hattest du sie plötzlich im Übermaß? Kam sie dir lang vor? Wie hast du sie genutzt? Hast du mehr Zeit in der Stille für dein inneres und äußeres Wachstum verbracht? Konntest du deinen Kindern mehr Zeit widmen? Warst du in der Lage, Dinge zu tun, die du immer schon mal tun wolltest? Oder hast du dich geärgert, dir Sorgen gemacht, wie es weitergehen sollte?

In der Wendezeit

Ja, die Einschränkungen dauern noch an und ja, weltlich gesehen ist es schlimm, keine Frage. Nur: Auf weltliche Weise werden wir keine dauerhafte Lösung bekommen, dessen müssen wir uns klar sein. Neben den Mutationen steht das nächste Virus schon in den Startlöchern. Impfstoffe sind kein Allheilmittel, Kontaktbeschränkungen und Einsperren der Menschen in ihre Häuser auch nicht. Nicht über Jahre hinweg. Die Krisen werden immer dichter aufeinander folgen. Wir leben in einer Wendezeit, und die Welt kann uns keine Antwort auf die Herausforderungen des Lebens geben.

Macht dir das Angst? Soll es nicht. Wenn du dein Haus auf Fels, sprich auf Gott, baust, kann dir nichts geschehen. Dann wirst du erleben, dass du inmitten des Chaos unberührt bleiben und sogar in der Lage sein wirst, anderen Menschen zu helfen. Siehst du, ich bin selbständige Diplom-Übersetzerin. Während viele meiner Kollegen (m/w/d, wir wollen ja politisch korrekt sein) während des ersten Lockdowns völlig auf dem Trockenen saßen, konnte ich meinen Umsatz leicht steigern. Ich habe mehrere Projekte, für die ich spende, und durfte letztes Jahr die Spendensumme erhöhen. Aber das ist ein anderes Thema …

Das Kapitel „Geduld“ in Band 1 von „Suche nach Gott“ ist vollgepackt mit tiefen Weisheiten, die mich demütig vor meinem Schöpfer machen und mir zeigen, wie viel ich noch zu lernen habe. Obwohl ich sie doch vor langer Zeit übersetzt hatte, habe ich seit Jahren nicht mehr hineingeschaut – bis letztes Jahr. Gott führte mich direkt zum Kapitel Geduld. Und ich las es, als ob ich es zum ersten Mal lesen würde …

Im nächsten Artikel werde ich schriftlich demonstrieren, wie eine Studiengruppe sich mit dem Thema „Geduld“ beschäftigen würde. Bist du dabei? Ich würde mich freuen!

Von Herzen grüßt Dich
Stefanie

Stefanie liest vor

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